»Philipp Stölzl kann erzählen… und (zeigt) ein starkes Wagner-Bild: Senta vergräbt sich in der viktorianisch-bürgerlichen Bibliothek in einen dicken Folianten und erträumt sich die Figur des nach Erlösung barmenden Seemanns, den Michael Volle mit rauer Expressivität herausschleudert. Ihm vokal fast ebenbürtig: Emma Vetter mit scharf aufflammendem Sopran.« (Süddeutsche Zeitung, 2. Mai 2013)
»Diese Inszenierung ist so bilderstark, so raffiniert gebaut, so wunderbar von Chor und Solisten ausgespielt, dass das Publikum im Schiller-Theater regelmäßig ins Staunen kommt. Dirigent Daniel Harding wuchtet im Orchestergraben die ganz großen Gefühlswallungen auf. Die Staatskapelle lässt es brodeln und knallen. Ein mörderisches Psychodrama.« (Berliner Morgenpost, 30. April 2013)
»Michael Volle als Sänger von großartiger Präsenz verführt nicht durch Schmelz, sondern durch die Konsequenz seiner Verzweifelung und Hoffnungslosigkeit… Der Horror ist bei Philipp Stölzl auf den neuesten Stand eines David Lynch gebracht. Für die Idee, Senta in einen großen Traum fliehen zu lassen, wurde eine bildmächtige Form gefunden, die bis zuletzt neugierig macht darauf, wie der Regisseur die nächste Szene fassen wird. Das Berliner Publikum hat die Premiere mit Begeisterung aufgenommen.« (Berliner Zeitung, 30. April 2013)
»Michael Volle ist ein Holländer, wie er im Buche steht, und bekommt dafür auch verdient den größten Applaus. Daneben glänzen aber auch Tobias Schabel als Kaufmann Daland, der seine Tochter gegen Geld verschachert; Stephan Rügamer als Erik, der in Stölzls Inszenierung nicht karikiert wird, sondern lieben darf; Peter Sonn als Steuermann, der den Südwind herbeisehnt; und Simone Schröder als Mary, die als Gouvernante den Chor der Spinnerinnen, die die Spinnweben in der Bibliothek zu beseitigen haben, anführt.« (Märkische Oderzeitung, 30. April 2013)
»Michael Volle als Holländer ist stimmlich eine Offenbarung von gebändigter Kraft und dunkler Schönheit. Er sang – ähnlich wie Theo Adam – einen eleganten, großzügig phrasierenden Holländer mit ungeheuren Ausdrucksnuancen und hervorragender Wortbehandlung. Was er an wütender Todessehnsucht, Hoffnung und Zartheit ausschließlich per Stimme kommunizierte, war absolut glaubwürdig und traf direkt ins Herz. Ein großer Sängerdarsteller und ein Glücksfall für die Aufführung.« (The Epoch Times, 30. April 2013)