Montezuma - konzertante Aufführung

Konzertante Aufführung mit erzählenden Texten anstelle der Secco-Rezitative

Nicht weniger als 27 Opern hat Carl Heinrich Graun für Berlin geschrieben. Mit »Cleopatra e Cesare« wurde 1742 das Haus Unter den Linden eröffnet, 13 Jahre später folgte mit ...

Konzertante Aufführung mit erzählenden Texten anstelle der Secco-Rezitative

Nicht weniger als 27 Opern hat Carl Heinrich Graun für Berlin geschrieben. Mit »Cleopatra e Cesare« wurde 1742 das Haus Unter den Linden eröffnet, 13 Jahre später folgte mit »Montezuma« sein vielleicht eindrucksvollstes Werk. Die tragische Geschichte um den letzten Herrscher der Azteken, der unter dem Ansturm der spanischen Eroberer Macht und Leben verliert, wurde zur Opernhandlung.

In französische Prosa gefasst hat sie kein Geringerer als der Preußenkönig Friedrich II. selbst, die Umwandlung in italienische Verse delegierte er jedoch an seinen Hofdichter. Kapellmeister Graun schrieb dazu eine gleichermaßen virtuose wie ausdrucksstarke Musik – dankbar für die Sänger, attraktiv fürs Publikum. Montezuma ist eine Oper, die in die Zukunft wies, hinzu Gluck und sogar zu Mozart. Dem Geschmack des Königs, in musikalischen Dingen eher konservativ veranlagt, entsprach sie trotzdem voll und ganz.

Im direkten Umkreis des 300. Geburtstages von Friedrich II. führt nun die Staatsoper Unter den Linden Grauns »Montezuma« in einer besonderen konzertanten Fassung auf. Ermöglicht wird damit die Begegnung mit einem Werk, das in der Musikgeschichte Berlins – und darüber hinaus – seine Spuren hinterlassen hat.


In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
2:45 h | inklusive 1 Pause
VORWORT
Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Institut für Musikforschung (SIM)